Der Gombe Nationalpark ist untrennbar mit der Arbeit von Jane Goodall verbunden. Die britische Verhaltensforscherin beobachtete über mehrere Jahrzehnte das Leben von Schimpansen. Diese Arbeit bildete die moderne Grundlage für die heutigen Erkenntnisse über die sozialen Gefüge innerhalb der einzelnen Gruppen. Das Naturschutzgebiet gilt deshalb bis heute als einer der wichtigsten Schutzräume für Schimpansen in Tansania.
Der Nationalpark ist eine Oase für die Artenvielfalt
Schimpansen gehören nach wie vor zu den bekanntesten Bewohnern in dieser Region Tansanias. Die Population liegt aktuell bei etwa 90 Tieren. Die Chance, auf einer Safari eine Begegnung mit einer Gruppe dieser Menschenaffen zu haben, ist mit einem erfahrenen Reiseführer als durchaus hoch einzuschätzen. Gleichzeitig teilen sich Schimpansen diesen geschützten Lebensraum mit weiteren Primatenarten. Dazu gehören Rotschwanzmeerkatzen, Buschbabys, Rote Stummelaffen und Anubispaviane. Letztere leben häufig in sozialen Gruppen mit mehreren Dutzend Tieren.
Streift der Blick über die malerischen Landschaften des Nationalparks, lassen die nächsten Tierbegegnungen nicht lange auf sich warten. In der Wildnis zu Hause sind ebenfalls Buschschweine, Buschböcke und Leoparden. Mit etwas Glück gelingt es in der Nähe eines der Gewässer des Parks, sogar ein Flusspferd zu sehen. Die gemütlich wirkenden Tiere sind nicht nur im Wasser, sondern auch an Land in der Lage, Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h zu erreichen.
Auf dem Gombe-Areal im Westen des Landes sind darüber hinaus bis zu 200 Vogelarten anzutreffen. In dieser Liste zu finden sind der Rote Tropfenastrild, Nektarvögel, der Nimmersatt und der Rotkopfweber. Einige Arten wie der Weißrückengeier und der Bergbussard gelten als gefährdet bzw. bedroht, wodurch die Bedeutung eines geschützten Rückzugsgebiets für die Tierarten im Park nochmals anschaulich verdeutlicht wird.
Zwei Schimpansen im Wald
Schimpansin mit ihrem Baby
Die Landschaft weist eine atemberaubende Schönheit auf
Safariurlauber dürfen sich bei einem Besuch im Gombe Nationalpark über weit mehr als nur afrikanische Savanne freuen. Das Herzstück und gleichzeitig die Lebensader in den Trockenzeiten bildet der Tanganjikasee. Dieser Süßwassersee ist eine der Wasserquellen, die selbst bei hohen Temperaturen noch Trinkwasser bereithalten. Zahlreiche Tierarten suchen aus diesem Grund in der Trockenzeit die Nähe zum See.
Der Tanganjikasee ist jedoch nicht das einzige Gewässer, welches sich auf dem Gelände des Nationalparks befindet. Kleine Flüsse und Bäche bilden ein Netz innerhalb des Areals und dienen der Bewässerung der Böden. An zahlreichen Stellen in der Nähe dieser Wasserwege hat die Natur grüne Flusstäler geformt, die zum Teil an die Natur Südamerikas erinnern.
Diese Vielfalt an Eindrücken setzt sich bei einem Panoramablick auf den Tanganjikasee fort. Die malerische Kulisse wird eingerahmt durch die dicht bewachsene Hügellandschaft. Die Höhenunterschiede zwischen der Spitze dieser Berge und den Tälern erreichen mehr als 900 Meter. Miombowälder mit hohen Bäumen und wenig Unterholz sind ein idealer Lebensraum sowohl für die Schimpansen als auch für die im Park lebenden Leoparden. Die Bäume spenden Schatten und bieten zudem einen geschützten Rückzugsort, den die Menschenaffen bei der Aufzucht ihrer Jungtiere bevorzugen.
Die beste Reisezeit für einen Besuch des Nationalparks
Als beste Besuchszeit für das Schimpansen-Trekking im Park gilt die Trockenzeit. In den Monaten Juni bis Oktober sind die Tiere vermehrt an den verbleibenden Wasseransammlungen anzutreffen.
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