National Parks Tansania
Saadani Nationalpark
Der Saadani Nationalpark verbindet Strand und Artenschutz miteinander. Die einzigartige Lage direkt am Indischen Ozean ist eines der herausstechendsten Merkmale dieses Naturschutzgebiets. Safarireisende haben die Möglichkeit, direkt auf dem Gelände des Parks zu übernachten. Zu diesem Zweck stehen Camps ebenso zur Auswahl wie auch eine Lodge, die mit deutlich mehr Annehmlichkeiten ausgestattet ist.
Safaritouristen treffen im Park auf vier der Big Five
Safaritouren durch den Saadani Nationalpark sind mit der Chance verbunden, gleich vier der Big Five mit eigenen Augen zu erleben. Nicht im Park anzutreffen ist lediglich das Nashorn, wohingegen Löwen, Büffel, Elefanten und Leoparden hier ein Zuhause gefunden haben. Bei den im Park lebenden Büffeln handelt es sich um Kaffernbüffel, die zeitgleich als größte Büffelart der Welt gelten. Männliche Tiere erreichen ein Gewicht von bis zu 900 Kilogramm.
Die Tierwelt Tansanias hat in dieser Region jedoch noch zahlreiche weitere faszinierende Tierbegegnungen zu bieten. Dazu gehören Schuppentiere wie Pangoline und mehrere Primatenarten. Anzutreffen sind mit etwas Glück Grünmeerkatzen, Paviane, Tansania-Stummelaffen und der Rondo-Galago.
Die Nähe zur Küste gewährt ebenfalls die Gelegenheit, ein jährlich wiederkehrendes Schauspiel der Natur zu beobachten. Meeresschildkröten kehren einmal pro Jahr für die Paarung und anschließende Eiablage an die Strände von Tansania zurück. In den Monaten Juni, Juli und August steigen die Chancen, den geschlüpften Jungtieren bei ihrem ersten Weg ins Meer zuzusehen.
Der Nationalpark gilt ebenfalls als ein Naturparadies für die Beobachtung von mehr als 200 Vogelarten. Dazu zählen typische Vertreter der afrikanischen Vogelwelt wie Bienenfresser und Hornvögel sowie seltene Arten für die Region wie der Isabellwürger.
Giraffe läuft durch die Savanne im Saadani-Nationalpark
Paar antilopen im Saadani-Nationalpark
Dieser Nationalpark verbindet mehrere Landschaften miteinander
Die Besonderheit, die dieses Naturschutzgebiet auszeichnet, zeigt sich bei einem Blick auf dessen Landschaften. Im Osten grenzt der Nationalpark an das Indische Meer. Die Sandstrände bilden ein eigenes Ökosystem, dessen weiße Sandstrände, wie bereits angesprochen, nicht nur Urlauber in ihren Bann ziehen. Nur wenige Meter abseits des Strandabschnitts beginnt eine Mischung aus Savanne und Waldgebieten.
Ein besonderes Merkmal dieses Parks sind die Mangrovenwälder, die der direkten Nähe zur Küste zu verdanken sind. Die Wurzeln der Bäume innerhalb dieser Wald- und Sumpfgebiete sind in der Lage, in schlammigen Untergründen einen sicheren Halt zu finden. Weiterhin weisen die Wurzeln eine hohe Toleranz gegenüber Salzwasser auf und nehmen durch den Kontakt keinen Schaden.
Der Indische Ozean ist nicht das einzige Gewässer im Park. Eine der Lebensadern ist der Fluss Wami, der durch den Süden des Naturschutzgebiets fließt. Dieser Fluss führt auch in der Trockenzeit Wasser und verwandelt sich in diesem Zeitraum in einen festen Treffpunkt für die Tierwelt. Gleichzeitig leben Krokodile im Wasser dieses Flusses, die in diesen Monaten besonders häufig bei ihren Jagderfolgen zu beobachten sind.
Die beste Reisezeit für einen Besuch des Nationalparks
Ein Besuch empfiehlt sich sowohl kurz nach der Regenzeit in den Monaten Januar und Februar als auch in der Trockenzeit von Juni bis Oktober. In diesen Zeiträumen sind die Tiere häufiger an den Flüssen und anderen Wasserstellen des Saadani Nationalparks anzutreffen.
Segelboot am Indischen Ozean im Saadani-Nationalpark
Strandlandschaft bei Sonnenuntergang im Saadani